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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Die siebenunddreißigste Schüssel.

daß die 37st° Schussel, als die allerletzte, wieder auf einenschwäbischen Grafen gekommen wäre, worüber alle anwesen-den Schwaben, denen doch sogar selbst bei einer allgemeinendeutschen Reichscollegialschaft zugekommen wäre, mit demSt. Georgen-Schild voranzustehen, in den heftigsten Un-willen ausbrachen, während gleichwohl auch keiner der an-deren Stände des Reiches dieser 37^" Schüssel sich an-nehmen wollte. Es schien nur wenig zu fehlen, daß esnicht gar zu einem bürgerlichen Reichsgrafen-Krieg gekom-men wäre. Die kaiserliche Hofküche schlug eS geradezu ab,diese verwünschte 37st° Schüssel etwa wegzulassen, welchesihr auch nicht zu verdenken war, weil sie sich darüber mitallen Küchenzetteln, von Kaiser Rudolfus her, auszuweisenvermochte. Endlich doch kam gleichsam wie vom Himmelher der geistreiche Einfall, aus dieser großen Schüssel vierkleinere zu machen, worauf dann die letzte richtig wiederauf einen Wcstfälinger traf.

Als Gentilhomme des NeichS-Erztruchsessen hatte ichdem Krönungszug selbst mit beizuwohnen und konnte alsodiese alttestamcntliche Judenpracht gemächlichst in der Näheschauen. Der Kaiserornat sah aus, als war' er auf demTrödelmarkt zusammengekauft, die kaiserliche Krone aber,als hätte sie der allerungeschickteste Kupferschmied zusammen-geschmiedet und mit Kieselsteinen und Glasscherben besetzt;auf dem angeblichen Schwert Karls des Großen war einLöwe wie im böhmischen Wappen. Die herabwürdigenden(Zeremonien, nach welchen der Kaiser alle Augenblicke vomStuhl herab und hinauf, hinauf und herab sich ankleidenund auskleiden, einschmieren und wieder abwischen lassen,sich vor den Bischofsmützen mit Händen und Füßen ausge-streckt auf die Erde werfen und liegen bleiben mußte, waren