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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Bischof Georg von Passau.

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-gefangene Vater in den Besiz des Markgrafen Albrechtvon Brandenburg über, der ihn um 32,000 Gulden andessen Erzfeind, Herzog Heinrich von Landshut, denselbender ihn zu Konstanz meuchlings überfallen hatte, verhandelte.Heinrich sperrte nun seinen lieben Vetter Ludwig in einenTurm des Schlosses zu Burg Hausen an der Salzach,wo der alte Mann nach einigen Jaren Todes verblich, biszum lezten Augenblicke eisern und starr jede unwürdige Er-niedrigung vor Heinrich, der sich zur Ausgleichung des be-zalten Lösegeldes als Erben des Jngolstädter Anteils ein-sezte, verweigernd. — Der Antiquarius wird Gelegenheithaben, in diesem Buche noch eine Schilderung des Hofesund der Prachtlicbe dieses merkwürdigen Ludwig, derKönigin Jsabeau von Frankreich Bruder, aus dessenschöneren Tagen beizubringen und kommt nun wieder aufbesagten Bischof Georg v. Hohenlohe. Dieser warnur unter großem Streit zum Bischofssiz gelangt. SeinConcurrent hierin, Hr. Ruprecht v. Berg, bekriegte ihn mitWaffengewalt 5 Jare lang. I. I. 1390 brachtezwar Herzog Friedrich von Niederbayern fder Vater desobengenannten bösen Heinrich) einen Waffenstillstand zuwege,aber erst 1393 wich Ruprecht „in Befolgung eines apo-stolischen Befeles" und schrieb den Bürgern von Passau,daß er sich mit dem Hohenlohe um das Bistum verglichenund ihm alle Rechte darauf abgetreten habe. Zu Eingangdieses Briefes nennt er sich „wir Ruprecht weilandBischoff zu Passaw." Derlei Raufereien in Kristo dem Herrnum eine geistliche Pfründe waren übrigens in den Zeitendes schönen Mittelalters nicht ser selten und zum Zielegelangte in der Regel kaum wer das Recht, sondern werdie Gewalt inne hatte, wie es noch heutzutage in politischen