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General Hohenlohe.
Dingen zn gehen pflegt. Uebrigens wird Hohenlohe alsein Schuldenmacher und rachsüchtiger Mann geschildert, dernamentlich während der Jare des Streites beständig eineSchreibtafel mit sich herumgetragen habe, um die Namenseiner Gegner dem Gedächtnisse zu erhalten. Was dieSchuldenmacherei des Herrn Georg v. G. G. betrifft, sohat der Antiguarins eine hübsche Anzal von betreffenden Brie-fen gesehen und man erzält u. A. in Passau, auf die Ver-schwendung dieses Herrn bezüglich, die Anekdote, daß derBischof die Gewonheit gehabt habe, in Anfällen von We-mut oder Aerger an die Wände mit Rötel oder Kole zuschreiben: „O Welt, o Welt!" Eines Tages habe er unterdiesen seinen Herzens- und Schmerzens-Ergießungen den„Reimdich" geschrieben gefunden ^„wie vertust du unserGeld!" welcher Freveltat ein Domherr verdächtig gewesen.Das Ende des Herrn von Hohenlohe zu Gran in Ungarn(8. Aug. 1423), wohin er kurz zuvor als Erzbischof be-rufen worden war, ging „unter großer Reue und Herzens-zerknirschung" vor sich, was die beste Illustration zu seinemLeben geben dürfte. Der Leichnam wurde nach Passau ge-fürt und im Dom begraben. (Erhard, Passau 141 ff.)Wenn sich der Antiguarins bei dem Bilde dieses Herrnetwas länger aufgehalten, so gescha dieß nicht bloß weilGeorg vielleicht einer der bedeutendsten Männer seines Stam-mes war, sondern auch weil seine Schilderung im großenGanzen so ziemlich übereinstimmt mit der aller übrigen geist-lichen Fürsten der lieben Borzeit, sie mochten in Passauoder in Trient, in Salzburg oder in Osnabrück gesessenhaben. — Man könnte an diesem Orte noch mererer nen-nenswerter Hohenlohe Erwänung tun, z. B. des kaiserl.Generals Wolfgang Julius v. H., welcher als gemeiner