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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Ein mißratener Son.

ihn gestochen haben, wenn er (Ludwig) sich nicht aus demStich gewunden, damit er dem Tod entrann, und ward erdadurch nur ein wenig wund an dem Haupt. — Mit dem(darauf) ritt Herzog Heinrich aus der Stadt, als aber dasGeschrei vor den König kam, da erzürnet er ser undschuf (hieß) den Fürsten von Schwarzbnrg ihm nachzu-eilen. Als das uit verfing, da saß der König mit denFürsten zu Gericht, in Meinung, dem Herzog Heinrichsein Land abzusprechen. Als das gewaret der BurggrafFriedrich von Nürnberg, so kniet' er nieder vor denKönig und bat, daß er das Gericht aufschiebe, bis mansehe, ob Herzog Ludwig seiner Wunden genese. Und alsHerzog Ludwig genesen war und wieder heim kam, da Hubsich an ein verderblicher Krieg, weil viel Herrn wider ihnwaren und auf Herzog Heinrichs Seite, als der obenge-nannte Burggraf, der Bischof von Eichstett und der Bi-schof von Passau, der von Hochenlo (in dessen Herbergsich der Anfang dieses Streites ergeben), die gewannen (er-oberten) von ihm etlich Stadt' und Schlösser — —"

Um dem Leser auch das tragische Ende dieses unvet-terlichen Streites (wie sie in der Geschichte des HausesWittelsbach leider bis in's XVII. Jarhundert herauf Modewaren), in Kurzem zu berichten, so gesellte sich zu denFeinden des bärtigen Ludwig kurz darauf noch sein ei-gener und einziger Son, Ludwig mit dem Buckel,dessen Gemalin, Margret von Brandenburg, die „gaileGretel" genannt, vom Herrn Schwiegervater beleidigt woroenwar. Der Son belagerte den Vater in der Stadt Neu-burg an der Donau 18 Wochen lang, gewann die Stadtmit Sturm und machte seinen Vater zum Gefangenen. Alsder unzarte Son bald daraus (i. I. 1445) starb, ging der.