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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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In der Herberge zu Konstanz.

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Das Haus Hohenlohe hat u. A. 4 Bischöfe, davonzwei zu Würzburg (Gottfried 1314—22 und Albrecht1345—72, unter dem die Juden 1348 massakrirt wurden),einen zu Bamberg (1343—52) und einen zu Passau(Georg 1388—1423) geliefert. Der leztere war auch aufdem großen Konzil zu Konstanz, und in seiner Herbergeentspann sich jener Streit zwischen den anwesenden VetternLudwig, Herzog v. Bayern-Ingolstadt, Graf zu Mor-tani, auch der Bärtling genannt und Heinrich, Herzogvon Bayern-Lands Hut, der zunächst zu einer recht rohenunritterlichen Tat des lezteren, welche den allgemeinenUnwillen aller damals in Konstanz Versammelten erregte,im Verlaufe aber zu einem der grausamsten Kriege fürte.Ulrich Fütrer, der bayerische Kronist, erzält die Sache also:„Die Zeit als König Sigmund mit allen kristen-lichen Fürsten zu Konstanz in dem Konzili war, kam esan einem Tag, daß der v. Hochenlo, Bischof zu Passau,den König und etwan viel Fürsten geladen Hütt'. Als diezu der Wirtschaft (Mal) kommen waren und Herzog Hein-rich auch vor den König kam, da beruft' (verklagte) ihnHerzog Ludwig bei dem König und anderen Fürsten füreinen Naüber und sagt', daß er ihm seine Feinde in seinemLand beschüze, denn er (Heinrich) hätte Jörgen von Gun-delfingen das Schloß Wolfstein an der Isar eingegeben(überantwortet.) Dieser Red' schämte sich Herzog Heinrichund sprach nicht mer, als zu dem König: „Herr König, irhört die unbilligen Wort' wol!" Damit ging er ans derTür und heim in sein' Herberg'. Dort hieß er bei achtPferd satteln und als Herzog Ludwig auch heimreitenwollt' zu seiner Herberg', da überreit' ihn Herzog Heinrichuut gezogenem Schwert und wollt' (würde) das durch

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