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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Der Segen Gottes.

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würdigten, und der bekannte Graf Berchem (von demnoch öfter die Rede sein wird), allmächtiger Minister deslezten Kurfürsten Maximilian III., Pflegte zu sagen: »Mitden adeligen Auen ist es ans gut deutsch so: Tie Mutter weißman gewiß, aber mit dem Herrn Bater hat es bisweilenHize, denn man findet traurige Exempla, daß oft Haiduckenund Andere in die Anenbäume gepfuscht haben."

Heben wir es also gebürend und rümend hervor, daßein Cavalier so alten Stammes und so gesicherten Bestzes,wie der Freiherr Adolf v. Gumppenberg, es ausgesprochenund zur Warheit gemacht hat, was den meisten seinerStandesgenossen auszusprechen als siorriblo erscheinen würde,wenn gleich viele darunter sich vielleicht auch nicht scheuten,statt eines adeligen Fraüleins mit wenig Auen lieber gleicheine Trödlerstochter mit viel Geld zu heiraten. — DerAntiquarius wird den Allianzen und Mesallianzen ein eigenesKapitel dieses Buches widmen. Das Stammwappen der v.Gumppenberg, welche in der Person des Georg v.G.obigen Hans m. d. l. O. Enkel, 1571 vom Kaiser in denFreiherrnstand erhoben wurden, zeigt in Rot einen silber-nen Schrägbalken, belegt mit drei grünen, gestürzten Linden-blättern hintereinander. Der Helm trägt zwei Ochsenhörnermit Hermelin überzogen.

13) Fürst von Hohenlohe zu Schillingsfürst, Durch-laucht. Unter allen bis hieher aufgezälten Geschlechtern dürftedieses an Alter und Adel das vorzüglichere sein. Sicher ist esdasjenige von allen Fürstenhaüsern, bei dem sich der SegenGottes (welcher beim fränkischen Adel historisch und deßhalbsprichwörtlich geworden ist) am greifbarsten erwies, indemes nach dem goth. Hofkalender für 1866 nicht weniger als89 (neunundachtzig) geborne Prinzen und Prinzcssinen