Ein Trauermal 1588.
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keiner jedoch das Wappen aufnam, bis 1731 die GiecheThnrnau allein an sich brachten. Das Stammwappendieses, auch auf den Turnieren unter den Franken wolbe-kannten Geschlechts, zeigt zwei rote Schafscheeren in Silberund auf dem Helm bald zwei Hörner, bald einen Weibs-rumpf zwischen Hörnern, bald auch einen wachsenden Schwan.Einen solchen Schwan hat Veit von Giech, Kaiser Frie-drichs 1^. Rat, ton diesem als Wappenvermerung in's 2und 3. Feld des Schildes 1482 erhalten. Später ist dasWappen in dem Freiherrn- und Grafenbriefe abermals ver-mert worden.
Um nun auf des genannten Hans Georg's v. G. Ge-malin zurückzukommen, so findet sich über das Begräbnißdieser Frau Barbara vou Giech, geb. Förtschin zuThurnau, welches Montag, 1. April 1588 zu Thurnaubegangen wurde, nachfolgende Aufschreibung des Speise-zettels für die Trauergäste, so zur Trauerfeierlichkeit ge-laden waren (Anz. d. g. M. 1860), und der Antiquariuswill dieselbe, als Beitrag zur Sittengeschichte des oberfrän-kischen Adels gleich hier mitteilen und später an gelegenemOrte aus anderen Zeiten, Gegenden und Familien Aen-liches beibringen.
„Der Edelleut' Tafel. Am Borabend, Sonntagden 31. März, 10 Schüsseln in zwei Gängen:
1. Gang: 1) Lämmernes (zuvor gebratenes), 2) blaueHechte und Karpfen in Speck, 3) alte Hüner in Reis,4) Kalbfleisch mit Lemonie, 5) Salat und harte Eier.
2. Gang: 6) Kalbsbrust, gefüllt, 7) GedämpfteBirnen, 8) Gebratene Aale, warm, 9) Gallerte (Sulz) vonFischen, 10) Warmes Gebackenes.