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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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und Wissenschaft.

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die lezten 10 Jare seines Lebens zubrachte und 1575 starb.In dieser Zeit war es, wo ihm der Herzog seine gesammteBibliothek abkaufte, was in der Geschichte der k. b. Staats-bibliothek als die dritte große Erwerbung gerinnt wird.Die fuggerische Bibliothek wurde über 12000 Bände an-geschlagen und bildet noch heutzutage einen erheblichen Be-standtheil unserer großen Sammlung, namentlich auch inDruckwerken aus dem ersten Jarhundert der Buchdruckerkunst.Es irrt daher gewiß Hr. v. Stetten, wenn er erzält, daßHans Jakob Fugger's Bibliothek i. I. 1656 von dessenBruderson Philipp Fugger um 10,000 Thaler an KaiserFerdinand II. sei verkauft worden — sie war schon100 Jare früer in Händen des kunstliebenden Herzogs Al-brecht von Bayern (s. d. Steigenberger und MuffatGeschichte dieser Bibl.) Es war eine Unzäl der seltenstenHandschriften aller Sprachen und eine große Menge vonillustrirten Prachtwerken, unter welchen der von Fuggerselbst verfaßte „Ehrenspiegel des Hauses Oesterreich" inzwei großen Bänden bis zu dieser Stunde unter dieZierden unserer weitberümten Anstalt gerechnet wird. (Einegleichzeitige ebenso kostbare Copie besizt die Wiener Bi-bliothek.) Besonders verwendete Hans Jakob viel aufschöne Wappenbücher und ließ solche durch seine Dienerin allen Ländern ankaufen und anfertigen. Eine Reievon Bänden enthält in luxuriöser Ausstattung die Wap-pen der adelichen Geschlechter aller größeren. Städte Ita-liens , und ist die Herausgabe dieser ebenso interessantenals einzigen Sammlung in Farbendruck durch den Antiqua-rius bereits vorbereitet. Ein anderes dieser wertvollen heral-dischen Manuskripte enthält noch das Begleitschreiben mitwelchem es der fuggerische Diener, Jobst Walther (von