Die richtigste Fuggerci.
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nimmt zwei Seiten bei v. Stetten ein) mag es einen Be-griff geben, wenn man hört, daß sich die Fugger 1535 mitder Stadt auf eine Aversal-Steuer von 800 Goldguldenjärlich, 1545 bereits auf 2400 Goldgulden abfanden, daßaber 1582 die Bürgerschaft auf eine weitere Erhöung dieserStadtsteuer drang, indem sie behauptete, daß ein jederder damals in Augsburg lebenden Fugger 2400 Goldguldenzu zalen schuldig wäre.
Der Antiquarius überget die sogenannten frommenStiftungen der Fugger, von denen, wer sich dafür interes-sirt, ausfürlichen Bericht bei v. Stetten finden wird, underwänt nur der einen, der heute noch bestehenden sog.Fuggerei, eines kleinen für sich mit Toren abgeschlossenenStädtchens in der Stadt Augsburg, bestehend aus 106 Won-haüsern an zwei sich kreuzenden Straßen gelegen, bestimmtum ordentlichen armen Leuten gegen einen geringenZins Obdach und Heimat zu verschaffen. Iezt noch, nachfast 350 Jaren haben wir im großen Bayern nichts wasdiesem vergleichbar wäre, troz der hochgepriesenen Armen-pflege und täglich sich merenden Woltätigkeits - Experimenteunserer gebildeten Zeit. Von allen „Fuggereien", die wol500 Fugger und Fuggerinnen seit dem ersten Auftretendieses Namens getrieben und hinterlassen haben mögen,scheint diese Fuggerei die richtigste zu sein und dürftesie das Geschlecht glänzender illustriren als alle Ordens-kreuze, Bischofsmüzen, Kammerherrn - Schlüssel und Ge-nerals - Degen, die von den Sprossen dieses Namens je ge-tragen worden sind, herrlicher und bleibender als alle Klö-ster, Kirchen und Kapellen, Bruderschaften und ewigen Mes-sen, die sie mit irem Gelde gestiftet haben.
Eine andere, nicht minder lobenswerte Fuggerei, war