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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Gabriel de Bray

Bei Gelegenheit der heraldischen Anordnung dieses neuenWappens durch den Verfasser dieses Werkes, in seiner Eigen-schaft als Vorstand des heraldischen Instituts, hat HerrGraf Otto von Bray demselben nebst einem ausfürlichenStammbaume, mereren königlich französischen Adels-Bestä-tigungen für seine Familie, zugleich auch Privat-Correspon-denzen zur Einsicht mitgeteilt, unter welch lezteren Briefeder Barone de Bray in Frankreich auf Schloß MoNi-ger oult, Pontoise, Depart. Seine und Oise, an ircnCousin, gedachten Grafen de Bray, sich befanden, derenInhalt sich in vertraulicher verwandtschaftlicher Weise überFamilien-Ereignisse und Verhältnisse aussprach.

Der Ritter von Lang, welcher als preußischer Attachodem Rastatter Congresse beiwonte, gibt in seinen Memoirenfolgende erenhafte Schilderung über den besagten Gabriel:

Derselben bäuerischen Gesandtschaft (Graf Rcchberg,Leg.-Rat Burkart m.) hat sich auch, jedoch offensibler (?)Mission, in Art eines diplomatischen Cavaliere servente derChevalier de Bray (nachher Graf und Gesandter) ange-schlossen, ein kluger Kopf, geschmeidig, aufpassend, ursprüng-lich ein Emigrant, vielleicht aber kein aristokratischer, wenig-stens keiner der adelige Güter im Stiche gelassen, und inNegensbnrg bei dem (preußischen Reichstagsgesandten) Gra-fen von Görz, durch diesen bei seinem Schwiegersone, demGrafen von Rechberg, große Protektion gefunden, dieer ihm durch die Arbeiten seiner französischen Feder, die erwrl zu füren wußte, in Fassung von französischen Notenund Memoiren zu vergelten gesucht. Bei der französischen(damals republikanischen) Gesandtschaft war er, ongeachtetseiner angenommenen Rolle eines Emigranten, ser wol ge-litten, nnd hat auch, wie ich glaube, durch seine geschickten