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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Der AnHerr der Bray

an einem Uebel, Adepsie, zu leiden schien, was ihn abernicht abhalten möge seinen alten erlichen Stamm mit fri-schem grünen Laube zu erfreuen!

3) Graf von Bray - Stcinburg und Irlbach.

Die Brah sind ein gar altes normannisches Geschlecht, dasauch in der Stadt Ronen zu den Patriziern- oder Schöf-fen-Familien gehörte und von dem der Stamm noch alsBarone de Bray in Frankreich begütert ist. Ein FranzGabriel Debray, auch de Bray geschrieben, (geboren zuRouen 176S, st zu Irlbach 1832), kam zu Ende des Jares1 797, wie man sagt, alsGeschäftsträger des hohen Mal-teser-Ordens" nach München und durch die Gunst Mont-gelas' nach wenigen Jaren in den bayerischen Staatsdienst,resp. in's Ministerium des kgl. Hauses. Bevor dieß lez-tere jedoch stattfand erschien er, man weiß nicht in welcherEigenschaft, mit der bayerischen Gesandtschaft auf dem Na-statter Congreß 1798 und wird hierüber weiter unten nochdie Rede sein. Seine Brauchbarkeit beweist am Besten, daßihn Montgelas (der in der Regel nur Talente beförderte)zum bayerischen Gesandten in Berlin erkor, wo er 1806 aucheine Lievlanderin v. Löwenstern und wie es scheint mitir viel Geld erheiratete, denn nach seiner Nückker kaufteer verschiedene adeliche Güter in Niederbayern. Bray hatmerere botanische Schriften herausgegeben und sogar in denbayerischen Gebirgen eine Alpenblume entdeckt, welche nachihm den Namen nlpiun erhielt. Seine umfas-

sende Bildung, seine persönliche Liebenswürdigkeit und seinediplomatische Gewandtheit werden ser gerinnt, und der An-tiguarius stimmt mit Freuden ein in das Lob, das ihm diebotanische Gesellschaft zu Regensburg nach seinem Todewidmete mit dem Motto:Ere dem die Ere gebürt!"