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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Vorwort

sprechen und zu schreiben unendlich freier als in demgepriesenen Muster-Staate nordischer Intelligenz und Frei-heit, daß wir aber damit einem Nichtbayern noch lange nichtdas Recht einräumen, dasjenige, was wir über uns sprechen,zum Gegenstande parteilicher Ausbeutung zu machen.

In Nr. 56 desselben BlattesEuropa" bringt die Re-daktion weiter unter dem Titelder baierische Hoch-

nur einen privaten Charakter. Jndeß erstreckt er sichweit über die Privatschatulle hinaus zunächst auf dieKirche, deren wichtigste Aemter zum großen Theil. . . von den fürstlichen s»wmis esüsoopis beseht wer-den. In Mecklenburg, Hannover, in den LipPü-schen Fürstenthümern und vor Allem in Preußensind z. B. die höchsten Kirchenämter durchweg im Be-sitz von Parteigängern der innern Mission."

Von der Kirche rückt der Einfluß dann weiter aufdie Schule: Der Lehrstoff wird für sie zugemessen undzugeschnitten nach rauhhaüslcrischem Maß und manchemarmen rationalistischen V o lks schullehr er wird vonseinem Geistlichen das irdische Leben heiß ge-macht, bis er empfänglich geworden für das himmlischeCommißbrod eines Wichern (des Inspektors des RauhenHauses) und seiner schwarzen Garde."

Aber noch immer nicht genug: der Staat, d. h.die Inhaber der Staatsgewalt helfen selbstbei der Verbreitung der Literatur der innern Mission

" In diesen und noch kräftigeren Worten ist

dasCharakterbild" aus den nordischen Musterstaatengehalten. Solchen Zugeständnissen gegenüber dürfte derHochmut gewisser Parteigänger in iren Aüßerungenüber Bayern sich unschwer auf das richtige Maß redu-ziren lassen.