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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Schloß Pürgen.

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thek, der Universitätsbibliothek, des kgl. Archives und deshistorischen Vereines, an welchen Orten ich eigentlich meineWeisheit hole, die achtungsvollste, dankbarste und herzlichsteAnerkennung zollen. Möge der Herr mir und der Wissen-schaft diese Gönner noch lange erhalten!

Außer der Gründung des heraldischen Instituts habe ichin den lezten Jaren nur noch eine praktische Idee aus-gefnrt ich nenne sie praktisch nach dem Erfolge unddiese war, daß ich heuratete und zwar gerade meine Frau undkeine andere.

Hmno 1853 am 26. Juli hielt ich Hochzeit mit Sofievon Ziegler-Pürgen, Tochter des verstorbenen Hofratsund Hofmarksherrn zu Pürgen, Judas Thaddäus v. Zicgler. Dasalte Schloß P., in welchem sie geboren ist, war seit Jarhundertender Siz guter Adelsgeschlechter, wie der Pfetten, Huep-herr, Burg au, Höhenkirch er, Wadenspann undSchmöger, von welch' lezteren es mein sel. Schwiegervater1786 erkauft hatte, und lag eine Stunde außerhalb Lands-berg am Lech. Es bestet nicht mer, denn die Vormünder derv. ziegler'schen Kinder ließen es ans den Abbruch versteigernund zertrümmerten die Hofmark mit iren herrlichen Wal-dungen, mer zum eigenen, wie man versichert, als zum Vor-teil irer Mündel.

Meine liebe Frau hat mir fünf hübsche Kinder geschenkt,von denen zwei, einen Knaben Ulrich (dem Herzog Ulrich vonWirtembcrg, dessen Geschichte ich eben bei seiner Geburt bear-beitete, zu Eren so benannt) und ein gar liebes hoffnungs-volles Mädchen, Aurelie, mir der Tod entrissen hat. Jeztbin ich noch Vater von drei Töchtern, Sidonia, Gisela undLucretia genannt, welche, im haüslichen Kreise erzogen, irenEltern zur Freude sind und von denen die erstgenannte iren