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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Derarme Teufel"

können, es sei nemlich im Ministerium des Äußern Maxime,daß man zum Reichsherold immer denjenigen mache, den mansonst nirgends anders verwenden könne! eineMaxime, die mir ebenso zweckmäßig als tröstlich erscheinenmußte.

Da in dem französischen Zentralarchive seit lange dieTeilung der Arbeit eingefürt ist und für die einzelnen Branchendes Archivwesens wissenschaftliche Capacitäten angestellt sind,insbesondere z. B. Nr <t'Hautorivo als sous-ollok der he-raldischen, Nr Oouötll'^rog als sous-obek der sphragi-stischen Sektion u. s. w., so hatte ich auch einmal die tolleIdee, mir einzubilden, man könnte in Bayern etwas Aenlichesarrangiren, und legte den Plan hiezu geeigneten Ortes vor,mich zugleich für eine entsprechende Verwendung offerirend.Die Idee wurde aber mitleidig belächelt und natürlich blieballes beim Alten. Der Staats- und Cabinetsrat v. Pfi-ff ermeister, der die Sache bei S. M. zu befürworten ver-sprach, war rechteingenommen" für dieselbe, gerute mich aucheinsmals in einem Anfall von Huldigkeit einenarmen Teufel"zu nennen, was sich recht brav ausnam, wenn nicht im Laufedes weitern Gesprächs der Hr. Cabinetsrat mir die Adreß-tarte eines Messerschmieds (ich glaube in Hof?) überreichthätte, mit dein Ansuchen, demselben vorkommenden Falles meineRasirmesser zum Abzieen zukommen zu lassen, denn der Mannsei gar einarmer Teufel".

Seit dem ersten Entstehen des bayer. Nationalmnsenmshatte ich Gelegenheit gehabt, dem Vorstande desselben, Frhrn.v. Ar et in, nicht unerhebliche Dienste durch meine Kenntnisseim Fache der Geschichte, Genealogie, Heraldik ec. zu erweisen,welche er mir, wie ich dankbarst anerkenne, durch liberale Be-nüznng der Sammlung teilweise zu ersezen suchte, wogegen