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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Mißgeschick der Heraldik.

einer näeren Untersuchung zu würdigen. Hieraus ist der ver-schrobene Standpunkt, den die Heraldik und ire Ergänzungs-wisscnschaften, die ich alle zusammen die Adelswissenschaftnenne, bisher einnamen, erklärlich und auch der Grund, war-um wir an keiner Hochschule einen Lerstul für diese Wissen-schaft besizen.

Als ich nach dem Erscheinen der ersten 16 Lieferungen desWappenbncheS mit meinenGrundsäzen der Wappenkunst"1835 hervortrat, erntete das Buch auf vielen Seiten großenBeifall, bei Vielen aber auch Gift und Galle. Freilich wardarin die Haltlosigkeit der Theorien früercr Heraldiker und diekindische Spielerei, die mit den Wappen getrieben wurde,ziemlich schonungslos gegeiselt, allein das Buch war ein Ban-brecher, und diese müssen bekanntlich immer massiv konstrnirtsein, wenn sie iren Zweck erfüllen sollen.

Seit dieser Zeit habe ich der Vervollkommnung meinerWissenschaft alle Kräfte gewidmet, und die gewonnenen Re-sultate von Zeit zu Zeit wieder publik gemacht. DasHand-buch der theoret. und prakt. Heraldik" 1863 ist der Aufgabe näergerückt, doch felt ihm noch hobwol es als das entschieden bestealler bisher erschienenen Lerbücher der Heraldik von der Kritikanerkannt ist) Manches zur absoluten Vollkommenheit. Soviel aber geben auch meine entschiedensten Gegner zu, daßdurch meine Arbeiten die Adelöwissenschaft in irer bisheri-gen Auffassung vollkommen umgestürzt und in eine neue selbst-ständige Richtung gedrängt worden ist.

Am Abschluß aber stehen wir noch lange nicht, und derAusspruch eines nordischen Historikers, so parador er klingt,möchte nicht one sein, daß die Heraldik erst dann zur abso-luten Vollkommenheit gelangen könne, wenn es keinenAdel und keine Wappen mer gibt.