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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Ein Votum

ich mir, einen Auszug uns dem Anschlage am schwarzen Brettezu inseriren, aus welchem der fachkundige Leser ersehen möge,welche hohen Ansprüche die Fakultät an irc jungen Can-didaten machte und mit welch geschraubten Phrasen sie ihrherbes Urteil verbarg. Meine Abhandlung trug das Motto:

bistorin vitn? ninßüstrs,

Erklärung der philos. Facultätdie eingelaufenen Preis-schriften betr."

die Fakultät hätte ein genaueres Eingehen

gewünscht, in die damaligen Verfassungs - Zustände des deut-schen Reichs und insbesondere Bayerns.

In Bezug auf leztere wäre von den Bestandtheilen derbahr. Landschaft (die vorher getrennten Landschaften dereinzelnen bayr. Lande waren in Eine, allen Thcilen Bayernsgemeinschaftliche Landschaft vereinigt worden) von derencollectiven und persönlichen Rechten, deren Competenz undGeschäftsordnung zu handeln gewesen, und zwar im G e -genhalte mit den damaligen Verfassungszuständen desReichs. Die politischen Bezieungen der vornehm-sten deutschen Fürsten zu einander und zum Reichs-Oberhaupt und umgekehrt dessen Stellung zu diesen lagen imKreise der Aufgabe.

Obgleich nun beide Abhandlungen einen sehr guten Wil-len und rühmlichsten Fleiß beurkunden, so haben sie sich dochihrer Aufgabe in der oben bezeichneten doppelten Richtungdem Programm gemäß nicht bemächtigt sie sind vielmehrbei dem ersten Theile der Aufgabe stehen geblieben.

Die Abhandlung mit dem MottoUiMoiia vitso ma-si'strn" empfiehlt sich durch eine freiere Darstellung, jene mitdem Mottonil suounllius vel utiiius u. s. w," in mate-rieller Beziehung, da sie auf nicht weniger, als 87 Folio-