und ihr Schicksal.
ein Colleg gelesen, aber das wolle nichts beweisen. Er habeübrigens an meiner Arbeit nur eines auSzusezen, es sei irgendwodarin ein Sprachfeler, nemlich Abentheurer statt Abenteurerzu lesen. Zwei Jare später passirte merkwürdigerweise demHerrn Professor das selbst, was er an mir getadelt hatte,denn in seinem Schriftchen „Schiltbergers Reise in den Orient"ist klar und wiederholt „Abentheuer" zu lesen. Am verstän-digsten und eingehendsten lauteten die Urteile des alten Pro-fessors Buchner (des Herausgebers der bayerischen Geschichte)und des Direktors Rudhart, zweier Männer, welche selbstetwas Ordentliches geleistet hatten und also den Wert einerhistorischen Arbeit schäzen konnten.
Am 26. Juni 1852 fand sich ein Anschlag am schwarzenBrett, aus welchem ich erfur, daß ich noch einen Concurrentengehabt hatte, dessen Namen ich jedoch bis heute noch nichtkenne, und daß wir beide, um keinem wehe zu tun, des Preisesunwürdig erklärt, dagegen mit dem Accessit belont wordenseien. Die Preiskrönung hätte eine tarfreie Promotion mit sichgebracht, das Accessit gab eine solche gegen Bezalung in Aussicht!
Ich wiederhole, daß ich damals kein Neuling in der Ge-schichtschrcibnng mer war, und berufe mich in Bezug desWertcsmeiner Abhandlung „Albrccht IV." auf diese Abhandlung selbst,welche im obcrb. Archive Bd. XIII. S. 227 — 312 gedrucktist. Ich bemerke ferner, daß es sachgemäß nicht möglich war,die Urkunden und Akten des Reichsarchives (dessen Benüzungich im Eingang erwänte) jedesmal nach Faszikel und Nummeranzufüren und daß ich, wo Originalien vorlagen, doch nichtgedruckte Werke zitiren konnte, ich bemerke ferner, daß diePreisfrage an Kandidaten der Philosophie gestelltwar, die also weder in historischen Studien noch in Schrift-stellerei besonders' gewandt sein konnten, und nun erlaube