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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Ein Pfleger zu Hilpoltstein.

von Hilpoltstein S. 237 das Pfleghaus als eine große Be-hausung am Markt, an den Kirchhof stoßend, die 1626 zurpfalzgräflichen Residenz eingerichtet, später aber wieder demPfleger eingeräumt wurde und seit 1861 Landgerichtsgebaüdeist. In diesem großen Hause wonte mein AnHerr HanSKristof als gewaltiger Pfleger und „regierte". Er muß eingestrenger und für seine Zeit auch mer als gewönlich gebilde-ter Herr gewesen sein, weil er namentlich als der Gründerder Normalschule gerümt wird, und weil die Cronik vonihm insbesondere eine Handlung aufbewart hat, wegen der ichsein Andenken höer ere, als wenn er sämmtliche Titel imganzen Herzogthum besessen hätte.

„Hefner", heißt es in der Cronik a. a. O. S. 435„hielt ungemein und strenge auf Zucht und Sittlichkeit. Alseinsmals der Müller Bauer von der Weihcrsmüle seinen Vatergeschlagen hatte, und dieser sich beim Pfleger beklagte, ließ erden Sou und den Vater in die Pfleg - Amtsstube zitiren understercr mußte inGegcuwart sämmt licher hiezu beru-fener Schulkinder seinem Vater knieeud abbitten. Hieraufließ der Pfleger dein Müller durch den Gerichtsdiener einederbe Ohrfeige verabreichen und ihn sodann auf V» Jar insZuchthaus nach Neuburg schicken. Darnach hielt Hcfner einean sämmtliche Schulkinder gerichtete Rede über den Gehor-sam und die Ehrfurcht gegen die Eltern."

In solchen Grundsäzeu erzog HanS Kristof auch seinenSon Georg. Als dieser längst den Knabenjaren entwachsenwar und eine hohe gesellschaftliche Stellung einnam, war seinBenemen und der Ton seiner Briefe an den Vater noch voneiner solchen kindlichen Liebe und Erfurcht, von solcher Artigkeitund dankbaren Anerkennung der empfangenen Woltatcn er-füllt, wie wir sie leider heutzutage gar selten mer bei Kindern