Druckschrift 
Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
Entstehung
Seite
345
Einzelbild herunterladen
 

Stiftungen zu Floß,

345

zeiten eine vollständige terra ineoAnim gewesen sein müsse,was ich Andern zur Ersparung von Zeit und Geld und zurfreundlichen Warnung hicmit deponire. —

Ich lasse also meinen lieben dreimaligen Ur-Großvaterin Frieden, und komme auf den schon genannten zweimaligenUr-Großvater Franz Wilhelm Heffncr. Dieser war, wiesein Bater, Marktschreiber zu Floß und auch Umgeldgegen-schreiber oder Mautkontrolleur, ^»uo 1723 heuratete er dieTochter des Oberbeamten Hrn. Johannes Bernhart Streydlund der Elisabct Nostna Jansin v. der Stock, BarbaraElisabet mit Namen. Von seinen Taten kann ich keinen wei-tern Bericht geben, als daß er für sich und seine Familieeinige und 3V ewige Messen stiftete, welche nach der Versiche-rung des Pfarramtes in Floß auch gewissenhaft bis zumheutigen Tage noch gelesen werden. Ich schließe daraus, daßmein Ur-Anherr einiges überflüssige Geld gehabt haben mochte.Er starb 86 Jare alt anno 1762 am 27. August, seine Frauwar ihm fünften Jare früer vorangegangen.

Von seinen Kindern erwäne ich nur den Erstgebornen undStammhalter, Hans Kristof (geb. 6. Jan. 1729) meinenUrgroßvater. Dieser studirte zu Amberg die Sintar, dannzu Ingolstadt jura unter Erwerbung des Lizentiatcngrades,wurde 1753 pfalzsulzbachischer Regierungs-Advokat, 1758 Re-gierungsrat zu Sulzbach. Dort heuratete er im selben Jaream 19. Okt. Barbara Josepha, Tochter des kurfürstlichenRegierungsdirektors Joh. Joachim Josef v. Fick, mit welcherer drei Kinder erzeugte. Seine zweite Frau war Franziskav. Leistner, die ihm jedoch keine Erben mer schenkte.

^.nno 1763 wurde mein Urgroßvater pfalzneuburgischerPflegscommissär zu Heideck und Hilpoltstein mit demSize in lezterer Stadt. Siegert beschreibt in seiner Geschichte

22

t >

!! ! L

> n MW