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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
Entstehung
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Antwort des Weltweisen,

Antworten von einer solchen Länge, daß die Tafel 6—8 Malleergewischt werden mußte. Ich konnte mich stiller Verwun-derung über die Andacht nicht enthalten, nnt der insbesondereder Herr Professor alles das Zeug niederschrieb, und habe ander Sache nur noch das unbegreiflich gefunden, wie die katho-lische Geistlichkeit es über sich bringen konnte, solchen Galli-mathias für religionsgefärlich zu erklären und das arme Milch-mädchen sammt seinem Herrn zu exkommuniziren. Da dasBuch sokratisch-kalhammcrischcr Weisheit gedrukt erschienenist, darf ich getrost mich zur Begründung meines Ausspruchsauf den Inhalt desselben berufen. —

Ich für meinen Teil faßte jedoch bei der ersten Nach-richt, welche ich durch meinen Vater von dieser Hellseherin undiren Wundern erhalten hatte, die Sache gleich vom genealo-gischen Staudpunkte auf, indem ich meinen Vater ersuchte,den Sokratcs zu fragen: wo ist mein Ur-llr-Großvater ge-boren? Ich bemerke, daß ich weiter nichts (d. h. kei-nerlei Andeutung über Namen, Ort, Jar u. dgl.) hinzufügte.Bei der nächsten Gelegenheit wittfarte mein Vater dieser Bitteund brachte mir die Antwort von der Hand der Hell-seherin, mit Blei auf ein Blatt Papier geschrieben, mit.Die Antwort lautete wörtlich:

(Hauben ist eine (lnaele aber um lürbsnnen mus manvorlese biäon.

Diese höchst geistreiche und sachgemäße Antwort VerWareich in Original bei unseren Familienpapieren. Sic trägt dasDatum: München 3. Juni 1855.

Nicht besser erging es mir in späteren Jarcn mit denAnfragen bei verschiedenen Tischklopfgeistern, ja es hat sichin mir die feste Ueberzcugung gebildet, daß Genealogie undHeraldik all diesen kristlichen oder heidnischen Geistern bei Leb-