Altbayerischer Briefadel.
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so dürfte die neue Zugabe im löffelholz'schen Schilde wol alsAnspielung auf den Besiz von Kolberg zu deuten sein. —
Labrigue. Simon <lo 9. oder lludarlgue kam auöBrüssel, wo er in der Jugend Soldat war, nach Ingolstadtals Professor suii«, von da nach Neuburg in Dienste desHerzogs und wurde dessen Rat und Vizekanzler. Er fürteauf Befel seines katholisch gewordenen Herrn auch in den bis-her protestantischen Landen Neuburg und Sulzbach die Gegen-reformation mit solcher Energie und Rücksichtslosigkeit ein,daß ihn der Kaiser 1626 in den Adel- und Rittcrstand erhob.Sein Titel anno 1629 lautete: „Der wolgeborn Herr Simonvon Labrigue, Herr zu Lauoy auf Steeuwarde, Kollersried,6-, lol!ä, Laufenthal, Peilnstein und Berkstetten, des heiligenrömischen Reichs Ritter, der kaiserl. Majestät, auch Durch-laucht zu Pfalz-Neuburg Rat, Vizekanzler und Pfleger zuBurkheim, auch nach Weiden, Sulzbach und Hilpoltstein zurWiederherstellung des katholischen Glaubens abgeordneterLommissarius." 2enno 1647 wurde L. von seinem Herzogauf den Friedenscongrcß nach Münster geschickt. Mit sei-nem Sone Marquart erlosch das Geschlecht im Mannstamm.Seine Erbtöchter brachten die Güter durch Heurat an PeterWilh. v. Dalem und Veit Philipp Sauerzapf f.
* Lachemahr 1594. Lagus 1539.
Lasso. Der berümte Tondichter Roland de Lattre,ein Hennegauer von Geburt, italienisirte nach seiner Rückkeraus Italien seinen Namen in Orlando di Lasso undbrachte es in bayerischen Hofdiensten zn hohen Eren. Al-brecht V. erwirkte ihm von K. Mar II. ein Adelsdiplom7. Dezember 1579. In seinem Wappenschild sind drei musi-kalische Zeichen, ein PH, ein d und ein ts Auflösungszeichen