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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Die Löffclholz zu Kolberg,

von Neukolberg, in tiefster Armut verstorben sei.Wen sollte dieß tragische Geschick nicht wieder an des wackerenWiguleus Hundts Worte erinnern: denn auf die Hof-gnad' ist sich gar nicht zu verlassen.

Noch Wärend der Gefangenschaft des Kanzlers (1597)hatte Herzog Albrecht IV, als neuer Landesherr Schloßund Hofmark Kolberg an seinen Hauptmann Thoman Löf-felholz, welcher sich im Erbfolgekriege durch allerhand küneStreifzüge zum Schaden der Pfalzgräflichen hervor getanhatte, als Bclonung verlieen. Da Thoman one männlicheErben starb, folgte ihn: sein Bruder Wilhelm, der seine Dom-herrnschaft zu Passau aufgab und sich mit Barbara v. Hau-zenberg vermalte, im Lehen. Aber auch er hinterließ keinenSon, und so fiel nach seinem Tode (1554) Kolberg an den Gemalseiner ältesten Tochter Klara, Burghart Nothaft v. Weißen-stein. Er selbst liegt zu Altötting begraben unter einemStein, darauf sein Bild im ganzen Harnisch ausgehauen. Mitihm hat die altbaherische Linie des alten nürnberger Patri-ziatsgeschlechtes der Löffelholz ir Ende erreicht und nurdas von der Familie beibehaltene Prädikat „von Kolberg",sowie drei Felder des Wappens erinnern bis auf den heutigenTag an jene Zeiten.

Schon dem Thomas L. hatte 1515 K. Mar I, seinStammwappen, das silberne Lamm in Rot, mit dem der alt-bayerischen Judmänner (drei Judenhüten in einem Schräg-balken) quadrirt. Als später (1719) der kaiserliche Feldzcug-meister Georg Wilhelm L. v. K. in den R.-Freiherrnstanderhoben worden, erhielt der Schild noch eine weitere Verme-rung durch eine eingeschobene blaue Spize, in welcher drei voneinander gekerte goldene Monde erscheinen. Da der Grafvon Neukolberg zwei solche Monde als Wappenbild fürte,