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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Bastard-Adel.

mag der Unfug mit Adelstiteln und Adelsdiplomen, echtenund unechten, glänzender geblüt haben, als eben indem stehendenHeere. Der Soldaten-Adel war die abenteuerlichste Ausge-burt des Adels.

Unter Bastard-Adel versteht man die Nachkommen-schaft eines adeligen Vaters, sofern sie ohne rechtlichen Anspruchauf dieses ires Vaters Namen und Wappen in die Reihedes Adels eintritt.

LasMräs," sagt der französische Rechtslerer Bartol »gus1'on appelle ct'un mal plus lloux soiN äos narrst«,

et par lli-oit n'ont nt Zent ni kamills, mais pur I'usanee levoutrairs s'obssrve sutre nous i les snlants nalurels lies peresnobles st par lui reeonnus sont lenus reputss nobles.»

Im XIII.XV. Jarhundert war man ser nachsichtiggegen derlei Kinder der Liebe und besonders in Frankreichgestatteten die adclichen Väter (wie wir eben hörten) iren na-türlichen Sönen nicht selten das väterliche Wappen zu füren,wobei als das einzige sichtbare Unterscheidungsmerkmal ein fürden Heraldiker erkennbares Bcizeichen angebracht wurde. Dienatürlichen Kinder waren auf ire Abkunft nicht wenig stolzund nannten sich oue ScheuBastarden" von diesem undjenem HauS. In Deutschland gab es solcher Bastarde aucheine hübsche Zal von kaiserlichem, fürstlichem und anderm blauenBlute, auch versäumten die Väter selten, sie der Welt gegen-über von der Makel der Geburt zu absolviren, oder wie mansagt, sie zu legitimiren oder legitimiren zu lassen und schenkteninen in der Regel irgend eine Herrschaft und derenWappen und belenten sie dann als Edelleute in allerForm. Der Adel aus der Umgebung der Fürsten be-eilte sich regelmäßig diese Bastarde als seinesgleichen an-zuerkennen , und so sind denn gar manche Bastard-Geschlechteraus spätere Zeiten übergegangen und schließlich der Ursprung