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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Statistik des bayerischen Adels.

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perliche Unfreiheit des Dienstadels immer mcr, wenn auchnoch im XV. vereinzelte Beispiele davon nachweisbar sind,aber eben mit dem Ende des XIV. Sakulums tritt auch einneuer Rivale des Uradels, der schon genannte Briefadel indie Schranken, welcher ja mit seiner Schöpfung schon sogleichvollkommen frei ward.

Die geistreiche Erfindung mittelst eineö Stückes Perga-ment den Adel zu ertheilen", wie sich ein neuerer Autor aus-zudrücken beliebt, dürfte vielleicht ein nicht weniger geistreichesGegenstück in den Pergamcntbriefen gehabt haben, durch welchezu irer Zeit die AnHerrn unserer uradelichen Geschlechter ausdem Zustande der Leibeigenschaft von iren betreffenden Herrnentlassen wurden. Der Unterschied ist wvl nur der, daß manleztcre Sorte von Pergamcntstücken weniger zur Aufbewarnngund Producirnng geeignet gehalten haben mag, als die erstern,die Adelsbriefe.

Wie dem auch sei, so viel stet fest, daß die übergroßeMerzal unseres heutigen Adels Briefadel ist und daßdemnach dem Uradel, schon wegen seiner Seltenheit ein hi-storischer, wenn auch kaum rechtlich festzustellender Vorzug ge-büre.

Nachfolgende historisch - statistische Zusammenstellung desblüenden Adels im Königreich mag einen einigermaßensicheren Anhaltspunkt gewären.

Wir zälen in Bayern von noch blüenden immatriknlirten,also gerichtsgültigen Adelsfamilien ungefähr 956. Von diesen ge-hören etwa 165 dem Uravel an alles übrige ist Briefadel.

Betrachten wir diesen lezteren nach seinem Alter, so findennur etwa 325, demnach nahezu die Hälfte, aus dem gegenwär-tigen Jarhundert stammend, also nicht über zwei Genera-tionen alt. Ans dem vorigen Jarhundert datire» iren Adeletwa 256 Familien mit 36 Generationen und von dem Rest