zur zweiten Ausgabe des ersten Bandes. XIII
in Bezug dieses Artikels qucilifizirten Mißbranchs des „An-tiauarius" beschuldige und ir zugleich die Versicherung aus-spreche, daß wir in Bayern zwar gcwont seien, frei zu
Nachdem der Verfasser besagten Artikels, auf welchenwir den wißbegierigen Leser des Weitern verweisen, dieParallele zwischen dem katholischen Jcsuitismus und demLutheranismus gezogen, beleuchtet er die Mittel, derensich lezterer bedient, um auf das Volk, roszi. dessen Ver-dummung zu wirken, nach dem Grundsaze „Wie mansein Schwein mästet und seinen Acker baut, darüberhinaus soll man nicht denken. Man hat den Ka-techismus und die Sonntagspredigt, darüber hinaussoll man nicht grübeln."
„Mit dieser geistigen Bettelhaftigkeit", färt der Ver-fasser nun fort, „wären die innere Mission und mit ihrdas Rauhe Haus auch niemals die Macht geworden, d i esie sind, wenn sie an dem reaktionären Staateunseres Jarhunderts (8. v. Preußen) nicht eine
Stüze gefunden hätten sie (die Mission) gilt als
der festeste Damm, der sich der freien Entwicklung ent-gegen bauen läßt."
„Niemand wird verkennen, von welch' bedeutendemEinfluß es schon sein muß, wenn die höchsten Wür-denträger des Staates.... die Hauptgönner und
Förderer desselben (des Rauhen Hauses) sind
Wenn der König von Preußen, für das nach demMuster des Rauhen Hauses organisirte Johannisstiftin Berlin Tausende schenkt, wenn die Königin einen„Bruder" des Rauhen Hauses zu ihrem Almosenier er-nennt, so sind das Signale, die von den Staats-ministern, den auf Avancement hofsenden Beamten,dem Hofadel und dem weiblichen Personal rasch ver-standen werden. Aber dieser Einfluß hat immerhin doch