XII
Vorwort
hört, teils weil ich mit der Karakterisirung dieses, so weiteS die Würdigung des „bayerischen Autiquarius" anbetrifft,zugleich das ganze Genre gekennzeichnet zu haben glaubendarf.
Die in Leipzig erscheinende Zeitschrift Europa bringtin Nr. 47 des Jarganges 1866 unter dem Titel „Einebaierische Kritik über Baiern" ein vier Spaltenlanges Exzept aus dem „Autiquarius", nemlich die StelleHS. 14—22) wo vom Schulunterricht und dem Einflußedes Klerus auf diesen die Rede ist. Da es der „Europa"nur darum zu tun schien, Bayern zu verkleinern, so warir der Tadel des „Autiquarius" über einzelne Mißständeein erwünschtes Essen, um damit gewisse gcborue Intelligenzengroßzufüttern. Die Lichtseiten bayerischer Zustände fandsie aus dem Buche ebensowenig heraus als sie die leidigeTatsache würdigen zu müssen glaubte, daß es bei ir zuHaus um kein Haar besser, in vielen Punkten aber nochweit schlimmer stehe als bei uns in Bayern.*) Die Re-daktion der „Europa" wird mir also erlauben, wenn ich sie
*) Als einen kleinen Anhaltspunkt für Beurteilung analogerZustände — Geistlichk eit und Schulen — im intelli-genten Norden, erlaubt sich der Autiquarius seinen Le-sern ein paar Säze aus einem Artikel auszuheben,welchen die „Gartenlaube" in Nr. 43 ircs Jarganges1865 unter dem Titel „das Rauhe HauS, ein Cha-rakterbild aus dem Reiche der innern Mission" brachte.Niemand, auch die „Europa" nicht, welche ja sogar ingleichem Verlage mit der „Gartenlaube" erscheint, wirdleztere der Preußen-Feindlichkeit zeihen, und deßhalbkann hier also von Schwarzseherei, Mißkeunung oderEntstellung der Warheit gewiß nicht die Rede sein.