Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
351
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scntlich. Es hatte nämlich derselbe ebenfalls zahlreicheHaufen Kriegsvvlk und zugleich die Hoffnung kraftigenBeistandes von Wien aus mitgebracht. Beide Theile schie-nen mit Waffengewalt ihre Ansprüche stutzen zu wollen.Als aber der Kardinal die entschiedene Abneigung derMehrzahl unter den Domherren und den eben so großenHaß der Mehrzahl des Volkes wider sich (') ersah, ver-zichtete er selbst von freien Stücken auf die Wahl, dage-gen auch der Kardinal von Bouillon, auf ausdrücklichesGeheiß des Königs, zurückstehen mußte. Der Dechant Ba-ron von Eldcren wurde der Glückliche, welcher die Brautheimführte. (17. August 1688.)

Es ergaben sich übrigens noch allerlei feindselige Be-rührungen zwischen Lüttich und Fürstenberg, und nocheinmal erschien dieser (1694) nach Eldercns Tod als Be- >Werber, jedoch ohne günstigern Erfolg. Doch erlebte erdie Gcnugthuung, daß das Kapitel zuletzt auf französischeSeite sich neigte, und des Königs Einfluß eine Weile inden Geschäften desselben vorherrschend ward. (°)

Als wechselseitige Erschöpfung auf dem politischen Thea-ter endlich zu Gedanken des Friedens getrieben, und imHaag und zu Ryswick ein großer Theil der bluterworbe-ncn Lorbeeren für die Alliirten, in Folge des unter siegekommenen Zwiespalts, über alles Erwarten leichtsinnigverscherzt worden, sorgte Ludwig XIV. auch für seinengetreuen Kardinal, welchen die Wechsel des Krieges unddie Macht der Verhältnisse endlich um seine Hoffnung auf

(') Dieser Haß rührte von seinem strengen Benehmen in den bür-gerlichen Unruhen her.

(') Auch über diese lütticher Verhältnisse vergleiche Do-ckon I. c.Rubrik : ÄlaximlI. Ileuricuz. Uez Dürstsllüergioruur. Duüov.»k Llclereu, Llem. ste.