rimente der Staatskünstler mit den Schicksalen der Völ-ker rächt.
Noch kommen hier die letzten Versuche mit Lüttich nach-zutragen , wobei Fürstenberg nicht minder Schiffbruch,als zu Köln, litt. Noch zu der Zeit, wo an letzterm Ortnicht alles verloren war, jedoch bereits die Wahlgeschäfteeinen schiefen Ausgang zu nehmen Miene machten, beschloßder Kardinal in Lüttich für die anderwärts schwindendeHoffnung sich zu entschädigen, und Ludwig XIV. war sehrbemüht, auch hier seinen mächtigen Einfluß zum Bestenseines Günstlings geltend zu machen. Die Hauptabrcdenunter der sürstenbcrg'schen Partei zu Lüttich wurden schoneinige Zeit vor Marimilian Heinrichs Hinschcid bei An-laß der Vermählung einer der Nichten Wilhelms mit demPrinzen von Nassau, Statthalter von Geldern, getrof-fen. Der Kardinal selbst war von Paris um die Charwoche,in Gesellschaft seiner Schwägerin, der Gemahlin AntonEgons, herbeigeeilt, und traf bereits auch seine beidenNeffen, Ferdinand (') und Emanuel von Fürstenberg,wirksam. Die Hochzeit, deren Kosten Wilhelm übernahm,wurde mit außerordentlicher Pracht gefeiert. Der alteNassau selbst verherrlichte das Fest durch seine Gegenwart,nachdem er durch ein glänzendes Cortege von Edlen undDamen, dessen Führer die beiden jungen Prinzen von Für-stenberg, vor der Stadt war eingeholt worden. Der Fürstunter Kanonendonner und rauschender Musik in das Pa-lais begleitet, empfing daselbst den Willkomm der Stadtund einer großen Zahl der schönsten Frauen; darauf begaber sich zum Kardinal und ward von diesem zu einem
(') kii-st nie »xuU Lervi»»lls ^»cwritatiz, sagt Foulon,IN. 4!6.