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sobald er es dahin bringt, sich über den Franzosen zu er-heben — auf den Kardinal von Fürstcnbcrg zn walzengesucht, dessen Ehrgeiz und persönliches Interesse dasGanze veranlaßt. Allerdings mochte sein Gcmüth oftmalsmit schwarzen Bildern beim Anblick des Geschehenen sicherfüllt haben; allein war das zufällige Ergebniß einermenschlichen Handlung, des Anstrchens einer Würde, wozudem Einen und dem Andern ein gleiches Recht blieb, undwelcher ein Dritter, zn Befriedigung eigener Leidenschaf-ten, in der Folge sich bemächtigte, die Schuld desjenigen,welcher von den Versuchungen des Ruhmes so wenig alsAndere sich frei fühlte? Und mußte er auf den schlimmstenFall auch mittelbar als Urheber des Kampfes gelten, wareö der Kardinal, welcher den Plan desselben entworfenund die entsetzliche Art der Ausführung gut hieß? Warzn vermuthcn, daß ein tcntschcr Fürst mit Gedanken derVerwüstung seines Vaterlandes jemals im Ernste sich be-schäftigt, eine Verwüstung, welche seine eigene Familieund deren Besitzungen schwer genug getroffen? Die Lei-denschaften allein sind in der Menschen Brust; die Ereig-nisse stehen in Gottcö Hand. Eine höhere Nothwendigkeit,deren Gesetze, dem Auge des Sterblichen unsichtbar, in jeneder moralischen Freiheit zu wunderbarem Knänl in einan-der sich verlieren, und deren Ausdruck die Weltgeschichteist, hat die Berechnungen des Verstandes mehr als einmalzu Schanden gemacht und den Gefühlen des Herzens eineschreckbare Richtung wider dessen bessern Willen gegeben.Die ruchlose Grundrichtung der Politik und des Lebensjener Zeit im Allgemeinen muß den großcrn Theil einerBlutschuld tragen, welche in dem einzelnen Faktum sichdargestellt. Es wurde hiebci wiederum mehr, als bei ir-gend einem frühcrn Ereigniß klar, wie die ewige Nemesisverwegenes Spiel mit Grundsätzen treibt und die Erpe-