Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
347
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kiner so energischen Sprache im Munde des Rcichsober-Hauptes warmen Beifall gezollt, wenn nicht das Bewußt-scyn sie zurückgehalten, daß es weniger um die Interessendes Vaterlandes, als um die Leidenschaften zweier Kabi-nette sich handele, davon das eine bloß den moralischenVortheil vor dem andern hatte, daß es ein teutsches vonGeburt war.

So brach denn, — da alle Vermittlungsvorschlage vonden erbitterten Parteien verworfen worden, das Kriegs-gewitter von verschiedenen Seiten furchtbarer als jemalslos, und Teutschland und die Niederlande — von woaus man gegen die Wahl Fürstcnbergs ebenfalls nichtwenig gearbeitet (') — wurden der Schauplatz unerhörterGräuel, welche bei Mit- und Nachwelt die Politik undZivilisation dieses Jahrhunderts verklagten. Doch hatteerstcres Land, wie natürlich und gewöhnlich, den Vor-zug, und die Trümmer der mit kannibalischer Wuth ver-heerten Pfalz bildeten den vorzüglichsten Denkstein jenerLibertät, welche das Kabinet von St. Germain denTcntschcn zu geben beschlossen.

Von Zeitgenossen sowohl, als in spätcrn Darstellungenhat man die ganze moralische Verantwortlichkeit der na-menlosen Leiden jenes barbarischen Krieges — über welchenjeder bessere Franzose noch heutiges Tages crröthcn muß.

(') So sehte und stellte wenigstens Ludewig XlV. immer voraus,als er mit Wildelm III. von Oranien brechen wollte undwirklich brach. Der Graf d'Avaur besonders hatte den Gene-ralstaaten rundum erklärt: alles, waS ihrerseits gegen Für-stenberg geschähe, würde von dem Könige aufgenommen wer-den, als geschähe es wider ihn selbst. Der Zusammcnzug derTruppen unter Befehl des Prinzen von Waldeck gab den er-wünschtesten Grund für die Behauptung, daß die RepublikPlane zu Unterstützung des Baiern wider den Kardinal gehegt.