Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
345
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risiziges Trachten sey auf festen Frieden mit dem Reichegerichtet; diesen wolle er durch alle ihm zu Gebot stehen-den Mittel erhalten.

Die Drohungen hatten zur Folge, daß auch der Kaisersich zur Wehre setzte, das Reich zu Abwehr fremder Un-gebühr aufforderte, und daß von mehrern Seiten her,namentlich aber aus Holland, bedeutende Heermasscn sichsammelten. Ludwig XIV. mit orientalischem Stolze, er-klärte immer entschiedener, daß es nicht so fast mehr umeine einzelne Bischofswahl, als um Bcschützung der Unt-schen Libertät sich handele.

Der Pabst Innocenz suchte inzwischen seine, in Folgedes Gutachtens einer Kommission von Kardinälen undRcchtsgelehrtcn gefällte Entscheidung in Köln wirksam zumachen. Was am meisten gegen den Kardinal gesprochen,war vielleicht der Artikel des kanonischen Rechtes, nachwelchem eine Postulation der Mehrheit einer Wahl derMinorität jedesmal weichen müsse; was am meisten gegenden Nebenbuhler zeugte, war: daß der Pabst selbst fürnöthig fand, dem Prinzen Klemens einen Mitbischof bei-zuordnen, welcher, bis daß der Gewählte das nöthigcAlter erreicht, die geistliche und weltliche Regierung überdas Erzstift führe. Man räumte also dadurch selbst ein,wie unanständig und unschicklich die Besctznng einer sowichtigen Prälatur mit einem kanm dem Knabenalterentwachsenen Jüngling ohne alle Kcnutniß (') und Er-fahrung in der öffentlichen Meinung seyn müßte. Deraußerordentliche Gesandte Ehurbaierns besorgte die Fa-milien-Affairc und überbrachte selbst die pabstlichen Schrei-ben nach Kol». Der Herzog von Eroy ergriff vom Chor

Diese besonders wurde dem begünsti.ten Prinzen sc viel alsgänzlich abgesprochen.