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geben, die seiner Postulat!»« Widerstreitenden mit Haßzu verfolgen und zu seiner Partei mit Gewalt hinüber zuzwingen. Der Übermuth, mit welchem Fürstenberg gleichbei Erledigung des erzbischöflichen Stuhles sich bereitsals Herrscher gebchrdet, die Ankunft der fremden Truppenim Lande und die furchtbaren Kriegsrüstungcn, welcheaus den alleinigen Kräften des Erzstifts nicht bestrittenwerden könnten, deuteten auf eine fremde, größere Machtund auf ein Verhältniß mit derselben. Die ganze Tendenzdes Kardinals liege klar vor Augen; man wolle hinsicht-lich Kölns das Beispiel von Metz, Toul und Verdun wie-derholen. Jener habe gut sprechen : die Unterthancn desErzstifts hätten von den französischen Truppen nichts znbesorgen; der Werth solcher Versicherungen sey hinläng-lich bekannt. Den meisten der von Fürstenberg mißbrauch-ten Domherren schwebte blos die eine, annehmbarere Seiteihres Schrittes vor; doch habe gerade das ganze Gewichtder so sehr hervorstechenden Gcgengründe die andere Par-tei um so beharrlicher für die Wahl des Vairrn und destogleichgültiger gegen die sonst schätzcnswerthcn Eigenschaf-ten des Kardinals gemacht. Demselben widerstritt auch,außer jenen Gründen, der größere Glanz des Geschlechtsbei seinem Nebenbuhler; dieser Umstand entging seinemScharfsinn nicht, und darum suchte er seine Hülfe in denWaffen der Fremden. Dem Kardinal kann eine großeKeuntniß der Geschäfte und ein durchdringender Blick indie politischen Verhältnisse nicht abgestritten werden, undeben so wenig die Fähigkeit, an der Spitze einer Regie-rung zu stehen. Aber auch der Prinz von Baiern besitzeviele treffliche Eigenschaften, natürliche Früchte der ange-borncn Würde, Klugheit und Weisheit seiner Familie,und was Andere von minderm Glanz des Geschlechts durchlanges Ringen und Streben, durch kostspielige Reisen und