Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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harte Erfahrungen erst sich erwerben müssen, das besitztein solcher Fürst schon von Haus aus. Auch die Tugendder Müßigung ist bei geboruen Herrschern mehr, als beibloßen Emporkömmlingen zu treffen, und nur selten wis-sen diese ihr Glück zu ertragen. Wie anerkannt nun auchdie Verdienste und Vorzüge des Hauses Fürstcnberg, sokann es doch keinen Vergleich mit dem Hause Baiern ans-dalrcu. Doch gesetzt, dieser könne auch Statt finden, sowar doch das Veuehmcu der beiden Prinzen von einandersehr verschieden. Der Kardinal, nach dem Beispiel seinerVorfahren anfänglich in kaiserlichen Kriegsdienst getreten,verließ diesen bald wieder, auf den ersten Verdacht gegenseine Verdienste, fiel von Kaiser und Reich ab, und tratin die Reihen des Feindes über; dagegen gehören dieVerdienste Klemens Josephs und seiner Familie ganzTeutschland an, besonders aber diejenigen MarimilianEmanucls, des Herkules der tcutschen Nation. Von einemsolchen Vater kann der Stamm nur trefflich ausfallen. (')Die Behauptung, daß Fürstenberg's Postulation der Preisder vieljährigen, um das Erzstift erworbenen Verdienstesey, klingt lächerlich, denn er empfing mehr Wohlthatenvon demselben zurück, als er selbst ihm erzeigt. Das Gleichekann von dem baier'schen Prinzen nicht gesagt werden.

Unter den scherzhaften und witzigen Streitschriften überden merkwürdigen Handel, welche hinter einander sichdrängten, »ich Europa thcils belustigten, thcils ärgerten,

(') Es ist interessant zu leben, wie bei der biSber völligen Passs-vilcit des Prinzen, der in seinem bisherigen Leben noch garnichts, weder gutes, noch böses, gethan, außer daß er alsKnabe schon zu RegenSburg Bischof geworden, die Verdiensteder Familie als Supplement künstlich mit eingeschoben werde».