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Erzstift (') versichert, des PabstcS Segen und seine Ge-nehmigung für den Fall seiner Postnlation sich erbeten,und schließlich noch den sehnsüchtigen Wunsch seines Her-zens ausgedrückt hatte, noch einmal vor seinem Lebens-ende die Füße des heiligen Vaters küssen zn können; undeben so auf das andere, worin das Kapitel seine Absichtniitgcthcilt, den Kardinal, seiner überwiegenden Verdiensteum die Kirche wegen, postuliren zu wollen.
Gleichwohl hatte der Pabst nicht unterlassen, durch einfreundliches Trostschreibcn die Pille, so süß als immermöglich, zu verzuckern, und dem Kardinal für die ent-nommene Hoffnung eine ansehnliche Zahl von Privilegienund Rcchtsamen für seine Person und Lcbczcit anzutragen.Sowohl in diesem, als in dem Begleitschreiben Spinola'swird von der "Größe der Tugenden und Verdienste Wil-helm Egons« gesprochen; um dafür — seltsamer Wider-spruch — einen minderjährigen Jüngling auf den wich-tigsten Kirchcnstuhl Teutschlands zn setzen.
Am 19. Julius ging der Akt endlich vor sich; die an-wesenden Glieder des Kapitels waren, außer dem Dom-dechant, Kardinal W. Egon, und dem Range nach: derFürst Philipp Eberhard von Crop, (H der Graf F. G.von Aspermont und Reckum, der Graf F. A. W. vonOstfriesland und Rittberg, der Graf F. R. von Fürstcn-bcrg, der Graf A. von Salm.Neifferschcidt, der Fürst F.B. von Nassau, der Prinz A. L. von Ncuburg, Tcutsch-Ordcnsmeistcr, der Graf K. G. von Aspermont, der
(') Fürstcnberg stellte eS, fein genug, als Gcwissensdrang bin,waS ihn bestimme, der kölner Kirche vor allen übrigen, seinerSorgfalt anvertrauten, den Vorzug zu schenken und hinfüromit ihrem Wohl ausschließlich sich zu beschäftigen.(') So muthmaßen wir. Im Dokumente fehlt der Familienname.