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nestle könne dem Kardinal gar nichts weiter mehr vorge-worfen werden.
Wilhelm Egon, indem er die oben mitgetheilte Belench-tnng gemeinsam mit diesem Begleitschreiben übergab, ließzugleich alle Aktenstücke drucken und vcrtheilcn, welche et-was zu seinen Gunsten cnlbielten, so namentlich den Aus-zug aus dem Friedensvertrag, welchen er selbst den ->G^-PLUS NoviomgAsnsis« nennt, die Urkunde des Königs Lud-wig XlV., welcher alle etwa zwischen ihnen bestandenenVerhältnisse aufhob, und das angebliche Vollmachtman-dat des Markgrafen Hermann von Baden, welches derGesandte, als wider ihn zeugend, gelten machen ge-wollt.
Der wiener Hof hatte bei Zeiten mit Rom, dessen Ver-hältnisse zu Ludwig XIV. bekannt waren, auf den vorkom-menden Fall sich verstandigt, und Jnnocenz dem Kaiserdas bestimmte Versprechen ertheilt, den verhaßten Fürsten-berg nicht bestätigen zu wollen. Schon bei der Koadjntor-wahl hatte es Schwierigkeiten gesetzt und der Pabst seineZustimmung verzögert. Ans die Nachricht von MarimilianHeinrichs Tode beeilte er sich, dem Kapitel durch einBrcve einzuschärfen, daß es ja einen Mann wähle, «wel-chen hervorstechende Eigenschaften zu der hohen Stelle fä-hig und zu rühmlicher Erfüllung aller Theile seines Hir-tenbernfes würdig machten, auch welchen der heilige Geistihnen eingäbe.« In gleichem Sinne redete der Nuntius,Marco de Cpinola, welcher das Brcve übermachte; erempfahl ja vor allem eine strengkanonische Wahl,
Dieses Brcve war eigentlich die Antwort auf ein Schrei-ben des Kardinals an Se. Heiligkeit, worin er ans diefrömmste und dcmüthigste Weise die Beweggründe der An-nahme des ihm bestimmten Amtes entwickelt, und seinenEifer für den apostolischen Stuhl, so wie für das kölner