Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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gegen ihn feierlich gcledigct und entbunden, daß der Kar-dinal nunmehr völlig frei dasteht, wenn er es früher auchnickt gewesen wäre.

Man hat dem Kardinal übrigens zu viel Ehre ange-than, wenn man ihn einen französischen Minister nannte. (')Es ist nicht hinreichend, einfach vorzuwerfen: der Kardi-nal hat bei mchrern Angelegenheiten gegen das Reich ge-handelt; man nenne jene Angelegenheiten, (I und dieFalschheit der Behauptung wird sich alsbald darthun. DaßSe. Eminenz das Erzstift zum Schauplatz des Kriegesgemacht haben sollte, ist ein krasser Jrrthum und er konnteJedermann klar vor Augen gelegt werden, wenn nicht dieWahrheit Haß erzeugte und die Amnestie verhinderte, injene schmutzige Küche zurückzugehen. Die Wiedererstattungdes dem Erzstifte Entzogenen ward allerdings nach Rechtund Fug betrieben, dem Ausspruche des Reichstages ge-mäß; allein es gab andere Leute, welche den Entwcndernbeistanden und den Krieg in das Herz dieses Stiftes spiel-ten; daß dies geschehen, daran tragen nicht Sc. Eminenz,sondern diejenigen Schuld, welche ihr Privat-JntcresseÜber das allgemeine gesetzt haben. Ein Mehrercs zu sagen,verbeut der Friedensschluß und der Kardinal würde diealte Wunde nicht berührt haben, wenn nicht die bittereBeschuldigung des Grafcw Kaunitz ihn wider Willen dazugetrieben.

Der sechste Punkt, wegen Straßburg und Lüttich, isteine furchtbare Verläumdung und für einen Mann vonGefühl ganz unerträglich; der Kardinal würde diese Ver-

(') Er war es gleichwohl, alles erwogen, und man konnte ihnsshx gut einen Minister ohne Portefeuille nennen. W. E.bricht selbst bei diesem Punkte ohne weitere Erklärung ab.

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