Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
325
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zwar aus der freien, uralten und hochbcrühmtcn Familie derGrafen von Fürstcnbcrg, welche mit den ausgezeichnetstenFürstenhäusern in vielfacher Sippschaft steht. Aber es scygrundfalsch, daß er jemals in Unterthancnverband mit derKrone Frankreich gekommen oder derselben den Eid derTreue geleistet. Sc. Eminenz schwur noch Niemanden einenEid, außer dem Pabste und de» Kirchen, deren Mitglieder seit mehr als zwanzig Jahren ist. Die Naturalisationbringe noch keinen Unterthancnverband mit sich, sondernblvs das Judigcnat nebst allerlei Freiheiten und Befähi-gungen, als etwa Ämter und Pfründe zu besitzen, seineGüter mittelst Letztwillcns veräußern, so wie auch dieGüter Anderer erben zu können. Wolle man anncbmcn,daß alle diejenigen, welche in Frankreich die Naturalisationerlangt, dieser Krone knechtisch untcrthan scycn, so müßtedies auch dem Großmeister des Tcntsch-Ordcns, L.Antonvon Neubnrg, gelten, welcher im gleichen Fall, wie derKardinal, sich befinde. Die Treue und die Huldigung, sodieser Letztere dem Allerchristlichstcn Könige zugesagt, be-gründe ferner nichts, als ein Vasallen- und Schützling-Vcrhältniß und keine persönliche Unterwerfung, sonst könneman auch von Ihrer katholischen Majestät, welche zu glei-cher Huldigung wegen der Grafschaft Eharolais verpflich-tet sep, sagen : sie sey ein Unterthan und Knecht derKrone Frankreich. Solcher Beispiele fänden sich noch eineMenge bei Fürsten, Grafen, Kapitularcn und Metropo-litana! vor, welche thcils Frankreich, theils Spanien,thcils Holland und andern Machten huldigten, ohne daßman deshalb behaupten könnte, sie hätten ihrer Würdesich begeben und eines höhern Ranges sich unwürdig ge-macht. Doch auch ans den schlimmsten Fall und wenn jeneBehauptung völlig wahr, so hat der Allcrchristlichstc KönigSe. Eminenz durch eine Urkunde aller Verpflichtungen