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länmdung auch nickt ungerächt lassen, wäre ibm der Schurkebekannt, welcher sie zu Kaiserlicher Majestät getragen.Niemand ist deß unkundig, daß Lüttich um jene Zeit indie Gewalt der Franzosen gefallen, wo der Kardinal schonlangst in seiner Haft zu Wien sich befand; wie konnte erin der weiten Entfernung wohl von da ans wirken, danicht nur die Hände für jeden Akt ihm völlig gebunden,sondern selbst die Wissenschaft all dessen gänzlich entzogenwar, was auswärts vorgegangen? Wer wisse nicht, daßgerade der Kardinal es gewesen, welcher Lüttich wieder-gewann, die zerstörte Citadelle wieder aufbaute und dieNcichsgrenzen gegen künftige ähnliche Überfälle der Feindezu sichern sich bestrebt? Über alle diese Dinge, die notorischund klar, finde man jedoch für gut zu schweigen, weil siedem Kardinal zum Lobe gereichten; dagegen erfinde manallerlei Lügen, welche Tadel auf ihn bringen sollten undbiete che dem Publikum für Wahrheit dar. Daß der Kar-dinal Strafiburg vom Reich abgerissen, gehöre in die-selbe Kategorie. Es scy dieses Ereigniß seinenMachinationen so wenig zuzuschreiben, daß ernicht einmal wisse, ob uud wie e 6 gcschchen sey?
Worin die Gefahr bestehen sollte, welcher Seine Emi-nenz das Erzstift preisgebe, könne kein Bernnnftigcr her-ausfinden. Gewiß scy Niemanden mehr, als Ihr selbstdaran gelegen, daß sowohl dieses Stift, als die ganzeWelt für immer Ruh' und Friede genieße. Bloß in dieserAbsicht habe der verstorbene Ehurfürst noch auf dem Tod-bette eigenhändig Befehl zu Aushebung von Soldaten er-thcilt und Summen hiefür angewiesen. Hanptlente undGemeine seyeu jedoch sämmtlich von dem Dekan unddem Kapitel in Cid und Pflicht genommen worden;wenn die Wahl vorüber, und alles auf friedlichenFuß gelehrt, werde der neue Erzbischof mit Zuziehung