suchte die Partei des Kardinals durch eine Art Mani-fest in ihren Wirkungen zu begegnen, welches beißendeAnmerkungen und Widerlegungen enthielt, und gemein-sam mit der Note Kannitz's im Druck bekannt gemachtwurde.
Des Kaisers Schmerz über den Tod eines so frommenPrälaten und weisen Fürsten, welchen übrigens alle fein-fühlenden Menschen mit ihm theiltcn, könne nicht andersals eine sehr angenehme Empfindung erregen, und werdevon Sr. Eminenz dem Kardinal, welchen Jener noch beiseinen Lebzeiten zum Nachfolger ernannt, um so wenigergetadelt werden, als dadurch sämmtliche Handlungen undNachschlage Sr. Eminenz die Billigung Sr. Majestät er-hielten; denn daß die Regierung des Landes (welche derKaiser so sehr preist) beständig in Händen des Kardinalsgelegen, und dieser Letztere nichts ohne Wissen, Willenund Billigung des verstorbenen Chnrfürsten gcthan, seynotorisch, und jeder Vorwurf, welcher die RegierungMarimilian Heinrichs treffe, müsse stets mehr ans dessen,als auf Fürstcnbcrg's Rechnung kommen.
Dermal handle es sich um die Wahl oder Postnlationeines Ehnrfnrsten und nicht eines Koadjntors; darumwühle man unnöthig längst vergangene Dinge wieder auf.In wie weit übrigens das Amt eines Schirmvogts oderdie Autorität über Metropolitan- und Kathedralkirchensich erstrecke, wolle man dahin gestellt seyn lassen, docherkläre man, die Kapitularen, ihres Eides und Berufeseingedenk, würden denjenigen zum Fürsten wählen, wel-cher für die Interessen des Stifts, des Reichs und derChristenheit der zweckmäßigste scheine, und im Stande sey,die Würde seines Stuhles gegen Unbilden jeder Art zuvcrtheidigcn.
Allerdings stamme der Kardinal ans teutschem Blut und