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3 (1832)
Entstehung
Seite
318
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mcn ihnen übertragen, könne man nicht leicht ausweichen.Scy sie vorüber, so werde man daS Ergcbniß dem Pabstanzeigen; bei diesem stehe es sofort, ob er es bestätigenwolle oder nicht.

Merkwürdig ist, daß auch der Prinz von Oranien sichin die Sache mischte und große Geldsummen antrug, fallsman sie rückgangig machen würde. Allein der Drang derZeit war zu ungestüm, als daß längere UnterhandlungRaum gefunden. So wählte denn eine Anzahl von 18Kapitularen (6 waren abwesend) den Kardinal zum Koad-jutor. Der Markgraf von Baden, Bischof zu Breslau,und der Graf von Königscck erhoben bei dein apostolischenNuntius feierliche Verwahrung gegen die Wahl.

Als Fürstenbcrg dem Kaiser das Beschlossene in einemSchreiben mitlheilte, gab der Gesandte dieses mit derBemerkung zurück: jener werde zuvörderst die Bestätigungdes Pabstes abwarten. Der Ehnrfürst von Brandenburgwürdigte den Kardinal gar keiner Antwort, was die fran-zösischen Diplomaten sehr übel aufnahmen.

Merkwürdig genug kamen, nach beendigter Wahlaffaire,die Gesandten verschiedener teutschen Fürsten heftig untersich in Erörterungen, indem jeder den andern als Hanpt-vcraulasscr des unglücklichen Ausganges bezeichnete. AuchFriedrich Wilhelm und der Herr von Croissy schrieben sichdarüber allerlei merkwürdige Dinge. Die Franzosen scho-ben alles auf das unzeitige Vordrängen und die habsüch-tige Vergrößcrungssucht der Pfalz.

Der Chnrfürst von Brandenburg entschuldigte den Um-stand, daß er Fnrstenberg nicht geschrieben, damit : die-ser habe in der Zuschrift an Sachsen selber erklärt : esscy zweifelhaft, ob er die Koadjutorstclle wohl annehmenwerde oder nicht; ans jeden Fall würde er die Entschei-dung des Pabstes abwarten. Ludwigs Gesandter dagegen