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Die Lütticher, nach ihrer alten Gewohnheit, jährlicheinmal einen Ausstand entweder unter sich selbst, oder ge-gen ihren Bischof, oder gegen das Reich zu erregen, hat-ten auch nach dem nymwegcr Frieden neuen Tumulten undAusschweifungen sich überlassen, mit um so geringererNothwcndigkeit, als die Regierung der baicrischen Prin-zen in ihrer ganzen Geschichte eine der mildesten, undhinsichtlich der Kultur und des Nechtszustandes, die Pe-riode Maximilian Heinrichs und seiner Minister, der bei-den Fürstenberge, eine der glücklichsten war. (') Nach blu-tigen Gefechten und Metzeleien, welche die beiden Parteiensich, während des Jahres 1681, geliefert, suchten sowohlder Kaiser, als der Erzbischvf zu vermitteln, und derGraf Karl von Rcckcm ging, aus Auftrag des Bischofsvon Straßburg, an das Domkapitel mit begütigendenVorschlägen ab. Man verhieß das Beste, schritt abergleichwohl bald wiederum zu den Waffen und zu Ächtun-gen und Verfolgungen. Erst im Jahre 1683 kam zwischenWilhelm Egon und den Herren Le Rond, Stembierund du Sart, Namens der Stadt und aus Auftrag derBürgermeister Nikolas de Gerbes de Remvuchampcs undJean de Gaen, in dem Palais auf St. Lambertsplatzeein Vergleich zu Stande. (') Die Abgeordneten verhießenzu Köln, wo der Bischof sie persönlich vorstellen würde,Sr. erzbischvflichcn Gnaden Huldigung und Unterwürfig-keit; dagegen verbürgte ihnen elfterer, Namens seinesHerrn, Amnestie für alles dasjenige, was sie gegen dessengeistliche oder weltliche Gewalt vollbracht haben konnten.Ferner wurden die Accise und Abgaben bestimmter geregelt,den Verfügungen der Ständcversammlung vom April 1673
(I Vgl. darüber Iliswirs ÜL liiego. II.
(') v. c!. 29. November.