Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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Tage in Nuh' und Freud' erwarte, und die Welt, wennes Gott gefallt, mit getrösteter Seele werde verlassenkönnen. Dieser herrliche Tempel hat unstreitig seine Grün-dung und Erbauung hauptsächlich Euer Majestät Vorfah-ren, Klodowig und Dagobert, zu verdanken, indem jenerden ersten Stein dazu gelegt, dieser aber zu einer bi-schöflichen Kirche ihn erhoben, und mit vielen und rei-chen Einkünften ausgestattet hat. Euer königliche Maje-stät machen Sich durch das, was Sie jetzt gethan,gleichsam zu einem neuen, weit ruhmvollern Stifter,und wollte Gott, meine Zunge besäße Beredsamkeit ge-nug, um die maaßlose Freude auszudrücken, welche ichund mein hier gegenwärtiges Kapitel über eine so gro-ße, der Frömmigkeit und des Eifers eines Allerchristlich-sten Königes würdige, und sowohl zu Gottes Ehre ge-reichende, als Euer Majestät Ruhm verewigende That,empfinden; dieweil es aber an Worten mir gebricht, undmeine Zunge allzu gehemmt ist, um alles, was uns er-füllt, gehörig auszusprechen, so seh' ich mich genöthigt,die tausendfachen Empfindungen unserer Ehrfurcht, Dank-barkeit und Ergebenheit gegen Euer Majestät allerhöchstePerson im Herzen verschlossen ruhen zu lassen und auf dieErklärung mich zu beschränken, daß wir nie aufhören wer-den, Euer Majestät getreueste Unterthancn und Diener zuseyn, und daß zum Himmel unaufhörlich in diesen HallenGebete für Heil und Segen über Höchstdiesclbe als Wie-dcrherstellcr des wahren Gottesdienstes aufsteigen wer-den.» (')

Dieser Rede Inhalt und Zweck ward von vielen eifri-gen Patrioten dem Bischöfe sehr verdacht; aber man mußtedie Geheimnisse von Wien, Neustadt, Köln, St. Ger-

(') Xl. iZl.

III.