Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
304
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Vierzehntes Kapitel.

Franz Egons letzte Momente zu Straßburg. — Wil-helm Egon, als dessen Nachfolger im Bisthum. —Die sernern lütticher Verhältnisse. — Die Koad-jutorwahl zu Köln.

Aranz Egon genoß das wiedergekehrte Familienglück undden wiedergewonnenen politischen Einfluß nicht lange mehrnach des Bruders Befreiung. Doch hatte er noch die eineglänzende Genugthuung erhalten, welche für zahlreicheKrankungen in der Vergangenheit hinreichend ihn zu ent-schädigen schien; er erlebte die völlige ÜbcrautwortungStraßburgs in französische Gewalt und die Ankunft sei-nes siegreichen Beschützers, des Königs Ludwig XIV., injener Stadt. Dieser Tag, welcher einem seiner Verwand-ten, wie früher erzählt worden, in der Überhast das Le-ben gekostet, war für ihn ein Tag des Triumphs.

Als der König in feierlichem Zuge an der Pforte desDomes angekommen, ging der Bischof an der Spitze desgesummten Kapitels ihm entgegen und hielt an ihn fol-gende Anrede:

«Nachdem ich mich gegenwärtig, durch den Arm EurerMajestät, in den Besitz dieser Kathedrale wieder eingesetztsehe, woraus ich und meine Vorfahren durch die Ketzereinst vertrieben worden, so kann ich wohl mit dem altenSimeon ausrufen: daß ich nunmehr das Ende meiner