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chende Merkmale tiefer Unterthänigkeit gegen die Persondes Kaisers und aufrichtigen Eifers für das Reich gab,namentlich aber dadurch, daß er seinen Geschäftsträgereigens nach Wien abordnete, daselbst das Gezwungeneseiner Flucht und zugleich die Absicht erklären ließ, in dasReich und in seine Staaten zurückkehren zu wollen, vondemselben Augenblick an, wo man ihm hinlängliche Sicher-heit gewahrt haben würde. Allein, statt hierauf ihm ge-nügende Antwort zu erthcilen, welche mit so großer Sehn-sucht erharrt wurde, warf man vielmehr den Abgeordne-ten in's Gefängniß, und behielt ihn länger als ein Jahrdarin, ohne irgend einen Beweggrund mitzuthcilcn, undohne irgend ein Verhör mit ihm anzustellen, ja vielmehrmit der förmlichen Versicherung : man werde ihn so leichtnicht wieder frei lassen.
»Inzwischen gewannen die Angelegenheiten Sr. Durch-laucht täglich eine schlimmere Gestalt, und auf eine, inden Annalen des Reichs unerhörte Weise, und unter demschaalen Titel: »Kaiserlicher Widerrufungen» entbandmanSie nicht nur von Sitz und Stimme, so auf den Reichs-tagen Ihr zugestanden, sondern beraubte Sie sogar IhresBisthums und des' Besitzes anderer Fürstenthümer imReiche, verweigerte Ihr jedes Mittel, sich zu rechtferti-gen, sowohl bei dem Kaiserhof, als auf dem Reichstag;nud all dieses geschah mit unziemlicher Hast, in Folge ei-nes einfachen Dekrets Sr. k. k. Majestät; die Unterthancnwurden vom Eid der Treue losgesprochen, Zehnten, Ge-fälle und andere Einkünfte geradezu eingezogen, und so-gar diejenigen der Abtei Stablo in Beschlag genommen,einer Besitzung, die der Hoheit des Kaisers doch gar nichtunterworfen ist, sondern einen Bestandtheil des spanischenHerzogthums Luxemburg bildet, gemäß einer Ordonnanzvom 19. Februar 1674.