Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
299
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und die Zusicherung des Schirmes für die Person Sr.Durchlaucht und deren Familie, in Fällen, wo sie dessel-ben bedürftig seyn könnten. Die Allianz selbst legt keinemder beiden Theilc irgend eine spezielle Leistung auf.

»Allein Jedermann weiß, wie wenig ans diesen Stand-punkt der Tinge Rücksicht genommen, wie der mit Sr.allerchristlichstcn Majestät geschlossene Vertrag für nichtigerklärt, und wie, in Folge der gewaltsamen Verhaftungseines Bruders Wilhelm, am Friedcnsorte selbst vorge-nommen, (ein Attentat, über welches die öffentliche Mei-nung sich hinreichend ausgesprochen) der Bischof — wiewenn er alS Neichsfcind sich dargestellt — mit ähnlichemSchicksale bedroht worden ist; ferner, wie man kaiserlicherSeits sogar gegen Minister des Churfürstcn und Abgeord-nete des Domkapitels die dürren Worte gebraucht : «DerBischof soll sich nach Frankreich packen!« endlich, wie man,als Se. Durchlaucht zu Lüttich die Entscheidung des Kai-scrhofcs ruhig abzuwarten sich erklärt, die Versicherungertheiltc: weder Frcigclcite werde hiezn bewilligt werden,noch der Bischof selbst an geheiligten Stellen vor der Un-gnade des Monarchen sicher seyn.

«Se. Durchlaucht, von gerechter Entrüstung ergriffenund außer Stande, für seine Sicherheit durch ei» anderesMittel, als das der Flucht, zu sorgen, mußte den Wegnach Frankreich nehmen, welcher allein Ihr offen stand.Sie begab sich also vorerst nach Rheims und sodann nachRcmy, in die Abtei Ihres gefangenen Bruders, wo Sieso lange verblieb, bis Se. allcrchristlichste Majestät, so-wohl aus eigener Bewegung, als im Namen Ihrer Mit-verbündeten, Sie unter besonder» Schutz nahm, und deneigenen Pallast zur Wohnung Ihr einräumte.

«Dieser Umstand hinderte jedoch keineswegs, daß nichtder Bischof bei gllcn Gelegenheiten dem wiener Hof spre-