llch zu erachten, daß man sich über diese Violenz beschwerreu und bei dem Friedcnskonvent die Sache anbringenwerden müsse; sintemal es gar zu hart. Ehr, Reputation,Hab' und Güter sich entsetzen zu lassen. »In Summa —ruft der Prälat aus — die Verfolgung ist groß; der gü-tige Gott wird hoffentlich unsere Unschuld einst an denTag geben.» Am Schlüsse des Briefes stellt Franz Egonnoch fernere Betrachtungen über die gemeinsame Lage derin das Schicksal des Gefangeneu verwickelten Familicn-glicder an, und erklart unter andern, : »Wenn man ge-hörig eraminire, so werde erfunden werden, daß manweder gegen ihn, noch seine Vettern dergleichen 8u--pe,i5ios Vota et 8e8sione, ^livstiono bonorum et eorunclem -all-rmmsiraii'ons verfahren könne; ferner, daß es des ReichsSatzungen, dem teutschen Friedensschluß (zu Münster),sa den Rechten selbst schnurstracks entgegen laufe. Mir ist —seufzt er — von Herzen leid, daß wir dadurch endlich ge-zwungen seyn werden, diese unerhörte und zugefügte Vio-lenz und Unfug der ganzen Welt zu erkennen zu geben.Wenn man aber nicht anders kann, so muß man's wohl,obgleich ungern) geschehen lassen, und seine Unschuld, sogut möglich, an den Tag bringen.«
Der Bischof hielt auch Wort; er erschien nunmehr mitschriftlichen Klagen gegen die harten verfassungswidrigenMaßregeln des Kaisers vor dem Publikum, und suchtedurch den Friedenskongreß zu Nymwegcn sich Erleichte-rung zu verschaffen. Obgleich Franz Egon mehr in seinemVerhältnisse als Vasall zum Kaiser und zum Reichstagbetrachtet werden mußte, so fand doch Ludwig XIV., andessen Hof er während seines freiwilligen Erils zum größ-ten Verdrusse Leopolds I. — wie man oben ersehen —die meiste Zeit über sich aufhielt, Mittel, der Sache eineandere Gestalt zum Dortheil des Prälaten und zu Erhe-