Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
293
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lcn wußte — dein (mrolo 0>n»ie> einst durch ein Mißvcr-stäuduiß eine Ohrfeige gab. Mau lasse den guten Emanucllieber nach Malta reisen, statt ihn zum Edelknaben zumachen. Ich bitte Euer Lieb.dcn zum Höchsten, Sie wolledoch, weil nunmehr große Hoffunng zum Frieden, der-gleichen Narrethei nicht gestatten, sondern diese wunder-liche Frau z» einem Andern pcrsnadircn, auch die jungenLeute ihre Studia persequircn lassen, koste es, was eswolle. Ich wollte in Wahrheit — schließt Franz Egon —lieber für sie Vrod betteln, als daß ich sie Pagen sehensollte. Der Herr Dauphin fragt fleißig nach ihrem Befin-den; er bemerkte vor einiger Zeit: man habe ihm gesagt,sie würden nach Italien gehen, er wisse aber wohl, daßsie noch in Teutschland waren. Wenn man erst nun hö-ren sollte, daß sie zu Pagen Ihrer kaiserlichen Majestätbestimmt, was würde man da nicht Schande und Spottdavon tragen.«

Es scheint nicht, daß seinem Wunsche wegen der Stu-dien der jungen Prinzen sogleich Genüge geschehen, dennim Julius 1677 schrieb er darüber von neuem an Froben,und drang sehr auf Anstalten für die endliche Reise nachParma. Es scheint, sie seycn wahrend dieser Zeit wiederin Paris gewesen, denn in dem Briefe räumt der Bischofdie Notwendigkeit ein, daß sie von da aus (er selbstschreibt von Paris) fortgeschickt würden, »damit nicht auchwegen ihnen neuer Prätcrt sich nehmen lasse.» Als Subsi-stcnzmittel für sie weist er die Jntraden zu Weitra an;dagegen werde der Kaiser wohl nichts einzuwenden haben.Hinsichtlich Anton Egons räumte er selbst ein : dieserwürde am besten thun, sich bei kaiserl. Majestät zu sisti-rcn, und audurch au den Tag geben, daß er sich einigenEriminis nicht bewußt. Er hofft, der Kaiser werde dieseSache in allergrößte Konsidcration ziehen, indem leicht-