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entwaffnen, so zwar, daß dieser sogar ihren Kindern sei-nen großmüthigcn Schutz zusicherte. In einer Zuschriftvom 11. Jänner 1675 erstattete sie dafür ihren Dank, undwagte es, kühn genug, selbst die Angelegenheit der Se-questration von Franz Egons Gütern, Renten und Ge-fallen zn berühren, und wenigstens die Beischüffc ihresverstorbenen Gatten hiezn, für ihre Kinder herauszufor-dern. Auch sprach sie von einer Schenkung unter Leben-den, welche der Bischof von Straßburg, hinsichtlich seinergesammten Fahrhabc und seines gcsammtcn verfügbarenEigenthums, zn Gunsten des Grafen von Löwcnstein einstgemacht. Sie ließ davon die Original-Urkunden und Ver-zeichnisse durch ihren Bevollmächtigten, Georg Raßler,den Minister« vorzeigen.
In wie fern sie ihren Zweck, wenigstens zn jener Zeit,erreicht, geht nirgendswo klar hervor; doch scheint es,daß sie bald wieder zu Hülben aufgenommen, indem siefür den Eintritt ihrer Neffen in kaiserlichen Dienst sich be-mühte. Sic setzte sich darüber, so wie über die Lage ihrerBrüder mit Graf Froben in lebhaften Briefwechsel, nichtohne einiges Mißvergnügen des Bischofs, welcher dieallzndemüthige Annäherung an Wien ungern sah.
Froben unterhielt sich schon in einem Trostschrcibcn vomDezember 1674 an Anton Egon über des Vaters Tod,ausführlich über die obschwebcnden Verhältnisse, an welcheer, in Bezug auf Wilhelm und Franz Egon, niemals ohne«höchste Modifikation« denken zn können, betheuerte. Daer genaue Wissenschaft davon hatte, daß des Kaisers fort-dauernder Zorn gegen die Mehrzahl der Familie besondersauch von der Unbereitwilligkeit des verstorbenen HermannEgon hergerührt, zu irgend einer Unterwerfung sich znverstehen, so suchte er, um den hinterlasscncn Kindern.desselben ein günstigeres Schicksal zn bereiten, vor allem