Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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Weder die edle Gräfin Franziska, noch der BischofFranz Egon unterließen irgend ein Mittel, zu Erleichte-rung des Schicksals des Gefangeiden in der Neustadt,und der Vetter, Froben Maria, fortwährend in Gunstdes Hofes, vereinigte sich in so weit, als es ohne all-zufühlbarcn Anstoß geschehen konnte, redlichst mit ihrenBemühungen. Die Lage des Bischofs war nicht die glän-zendste, und noch bedauernswerther diejenige AntonEgons, da er in des bald darauf verstorbenen Vaters,Hermann Egon, Ungnade und Unglück sowohl aus Anlaßder kölner Affaire, als anderer Verhältnisse, welche spätergeschildert werden sollen, mitvcrwickelt wurde. Wie schonbemerkt, war auf den Donnerstreich vom 14. Februar 1674nicht nur die Einbuße aller von Reich und Kaiser getra-genen Würden, sondern auch die Sequestration der Güterder drei Brüder erfolgt. Der Bischof Johann von Kon-stanz gab sich gerne dazu her, den Vollzug der kaiserlichenSprüche gegen die Besitzungen am Bodcnsce zu besorgen,trotz der Verwendungen eifriger Freunde des Hauses undwiederholter Schritte von Seite der getreuen Unterthanenum Abwendung des Angedrohten. G) Am unedelsten be-nahmen sich die Holländer, welche in den Orten ihresGebiets, wo der Kardinal Mobilien besessen, dieselbengeradezu in Beschlag nahmen und öffentlich versteigerten. (')Die Gräfin von Löwenstein, wiewohl ihre Wirksam-keit durch den mißlungenen Rettungsversuch im verflosse-nen Jahre sehr erschwert worden, wußte gleichwohl ihrenoch immer fortdauernden Verbindungen bei Hofe mit Er-folg zu benutzen und die ärgste Ungnade deS Kaisers zu.

(I Eine ganze Reihe von Dokumenten hierüber bewahrt daS

F. H-A. -

(') dleiteigaad'sclie Hlerkueins.

III. IS