Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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in dem größten Glanz seiner Thaten. Spanien und dasReich hatten die Übermacht seiner Waffen und Politik be-reits empfunden. Lobkowiz kannte die Schwäche der öster-reichischen Kricgsverfassung, und den Mangel und dieVerwirrung bei den Finanzen. Er rieth daher seinem Herrnimmer zum Frieden und zur Freundschaft mit Frankreich,und vermochte sogar K. Leopolden, im Jahre 1671 ein ge-heimes Bnndniß mit dieser Krone zu schließen. Damit waraber andern nicht, und den alten österreichischen Gene-ralen, Montccuculi und Compagnie, am wenigsten ge-dient.« (')

Die meisten Ereignisse trafen ein, gerade so wie Lobko-wiz sie vorausgesagt; weder der holländische Einfluß,noch die Jntriguen Spaniens und die heftigen Vorschlägeder meisten Mitglieder des kaiserlichen Geheimraths erfreu-ten sich seines Beifalls; fortwährend drang er auf Aus-söhnung mit Frankreich, und traf hierin mit den IdeenWilhelm Egons von Fürstcnbcrg genau zusammen. Esgeht aus mchrcrn Familicnpapicrcn hervor, daß die bei-den Diplomaten bisweilen in Verkehr mit einander gestan-den; auf jeden Fall war es Lobkowiz mittelbar, durchdas Organ der geistreichen Maria Francisca.

Alsbald nachdem den von Fürstcnbcrg die Operationen zuKöln in des Kaisers Gewalt gebracht, war der engereGeheimrath, bestehend aus den vier vertrautesten Mun-stern, versammelt, und die Frage über die Behandlungdes gefangenen Prinzen erörtert worden. Die Mehrheitging dahin, daß Wilhelm Egon innerhalb vier Mauernund ganz in der Stille hingerichtet werden sollte, als

(') Dieser Ausdruck scheint uns hart und Mosers unwürdig; dennauch Montecucuti war nicht nur durch Kriegsruhm. sondernauch durch andere Eigenschaften ein strahlender Name.